Elektronische Temperaturüberwachung

Die elektronische Temperaturüberwachung bietet den einen Vorteil, dass man während der Destillation weniger zu tun hat, sprich sich um die Temperatur nicht zu kümmern braucht. Der Handel hält mehrere Fabrikate bereit.

Die Brennanlage funktioniert aber auch ohne sie zufriedenstellend. Ein auf 78 °C eingestellter Umformer wird mit einem oben am Dampfrohr befestigten Kontaktthermometer verbunden. Er überwacht die zugeführte

Wärme oder, falls diese zu hoch ist, erhöht die Zufuhr von Kühlwasser. Wie gesagt: normalerweise wird solch eine elektronische Überwachung nicht benötigt. Aber es macht Spass und es muss gar nicht viel kosten.

Am einfachsten ist es, einen Thermostat oben am Dampfrohr anzubringen. Der Thermostat schaltet dann den Strom ab, wenn die Temperatur zu hoch ist. In der Praxis, aber, ist das keine gute Lösung, weil das System träge ist und der Thermostat einige Grade zu spät reagiert.

Der Brennvorgang kommt unter Umständen zum Erliegen, weil Minuten vergehen, ehe die Heizplatte nach dem Einschalten wieder heiß genug ist. Der Brennvorgang läuft um bis zu 50 Prozent langsamer.

Der einzige Nutzen solch eines Systems liegt in seiner Rolle als „Sicherheitsventil“. Die Temperatur wird geringfügig höher eingestellt. Steigt sie aus irgendwelchen Gründen mehr als erlaubt, so stoppt der Thermostat den Prozess.

Zwei gut funktionierende und zuverlässige Methoden

1. Ein Thermostat wird oben am Dampfrohr angebracht. Steigt die Temperatur mehr als erlaubt, schaltet der Thermostat das letzte Heizelement ab. Die Destillation wird bei schwächerer Wärmezufuhr fortgesetzt. Es kommt zu keinem Stillstand während der „langsamen Phase“. Schließlich schaltet der Thermostat den Strom wieder an. Eine aus oben genannten Gründen weniger gute, aber billige und wirksame Lösung.

2. Ein Umformer wird mit einem oben am Dampfrohr befestigten Kontaktthermometer verbunden. Achtung: Es handelt sich um ein Niederspannungsgerät und es darf nicht an das Netz angeschlossen werden. Steigt die Temperatur mehr als erlaubt, leitet der Umformer den Strom über einen Rheostat um (stufenlose Kontrolle), der die Stromzufuhr zum Heizgerät drosselt.

Damit wird das gleiche bewirkt, wie bei der oben unter (1) beschriebenen Methode, nur ist die aktuelle Lösung genauer. Ein Kontaktthermometer hat eine Empfindlichkeit von 0,1 °C; die eines Thermostats liegt bei 1-2 °C. Der Umformer kann auch mit einem Magnetventil verbunden werden, das eine zusätzliche Kühlschleife im Dampfrohr öffnet.