Man kann Alkohol nicht mehrere Male durch die selbe Aktivkohle in einem Rohr filtrieren. Er wird dadurch ungenießbar.

Das kommt daher, weil der Rohrmethode (Filtration durch eine dicke Schicht aus Aktivkohle), abgesehen von ihrer hervorragenden Reinigungswirkung, eine weitere Funktion zukommt. Die Verunreinigungen sind lose an die Kohlenkörner gebunden, mehr am oberen und weniger am unteren Ende des Rohrs. Das ist der Grund, weshalb die Rohrmethode allen anderen Filtrationsmethoden mit Aktivkohle überlegen ist.

Wenn jetzt Alkohol ein zweites Mal durch die selbe Aktivkohle filtriert wird, dann werden die lose gebundenen Verunreinigungen abgelöst. Der durch die gleiche Kohle zweimal filtrierte Alkohol ist daher von minderer Qualität

Die perfekte Reinigung

Die Reinigung muss perfekt gelingen. Mit Aktivkohle sollte es möglich sein, einen absolut reinen Alkohol, d.h. frei von unerwünschtem Geschmack und Geruch, herzustellen. Gelingt das nicht, dann muss erneut gereinigt werden.

Unzureichend gereinigter Alkohol (mit Nebengeschmack von Fuselöl) verhindert, dass gewisse Essenzen ihr Aroma voll entfalten können. Mischt man beispielsweise Nordsjöolja (eine Essenz mit Lakritzegeschmack zum Herstellen eines Branntweins; passt gut zu Bier) mit nicht ganz reinem Alkohol, erhält man ein abscheulich schmeckendes Getränk. Das gilt für die meisten Aromen. Nur Whisky, brauner Rum, Weinbrand und Magenbitter können den Nebengeschmack von unzureichend gereinigtem Alkohol ausgleichen.

Kostenloses E-Buch über Aktivkohle

Kann von http://www.geist-im-glas.com heruntergeladen werden. Sehr empfehlenswert, weil alles über Aktivkohle darin erklärt wird.

Verschiedene Sorten Aktivkohle

Nur wenige Sorten eignen sich zur Reinigung von Alkohol. Außerdem kann die Qualität von Lieferung zu Lieferung beträchtlich schwanken, besonders bei aus Kokosnussschalen hergestellten Aktivkohlen.

Die weltweit erhältliche Marke Prestige bürgt für eine gleichbleibend hohe Qualität. Sie dient auch als Vergleich, wenn man andere Sorten testen möchte.